Die Menschen haben eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. Eine Geschichte voller Kriege und Gewalt. Umso erstaunlicher ist es, dass der Bürgerkrieg von 2067 der letzte wirkliche Krieg darstellt. Die Menschen haben seitdem ständig expandiert und bewohnen nun 62 Systeme. Und das ohne auch nur einen einzigen Krieg mit ihren Nachbarn zu beginnen. Von kleinen Grenzgeplänkeln und Probleme mit Piraten einmal abgesehen. Die einzig wirklichen Gegner für das Terranische Konglomerat stellen die ruulanischen Stämme dar, die immer wieder Kolonien überfallen und plündern. Anfangs wenig mehr als ein Ärgernis, sind sie inzwischen eine ernste Bedrohung. Militärexperten gehen sogar so weit zu behaupten, ein Krieg mit den Ruul sei unabwendbar und nur noch eine reine Zeitfrage.
Schiffsklassen:
Puma-Klasse: Bei der Puma-Klasse handelt es sich um eine leichte Fregatte. Mit ihren 250 m Länge und 200 Besatzungsmitgliedern ist es das kleinste Schiff der terranischen Marine. Vorrangig dient es der Aufklärung und zur Abwehr feindlicher Jägerangriffe.
Norfolk-Klasse: Mit 400 m Länge und 350 Mann Besatzung ist der Norfolk-Zerstörer nur wenig größer als die Puma-Klasse. Dieser schnelle Zerstörer wird hauptsächlich zur Unterstützung größerer Einheiten eingesetzt.
Falcon-Klasse: Der Leichte Kreuzer der Falcon-Klasse ist ein mittelgroßes Kampfschiff in Wachgeschwadern oder beim Konvoidienst.
Hermes-Klasse: Die Hermes-Klasse ist das schnellste Schiff in Kreuzergröße der terranischen Flotte (die Bezeichnung Hermes ist nicht zufällig gewählt). Für ihre Größe ist sie allerdings unterbewaffnet und schwach gepanzert. Ein Zugeständnis an ihre Geschwindigkeit. Allerdings wird sie aufgrund dieser Eigenschaften sehr gern zur Piratenjagd oder zur Überwachung einer Blockade eingesetzt. Sie ist schnell genug, um Schmuggler, Piratenschiffe oder Blockadebrecher abzufangen und ihre Bewaffnung reicht allemal aus, um mit Piraten und anderem Gesindel fertig zu werden.
Night-Klasse: Bis vor Kurzem der gebräuchlichste Schwere Kreuzer im Arsenal der Flotte. Er bietet eine gute Balance von Geschwindigkeit, Panzerung und Bewaffnung und ist in einem breiten Missionsspektrum einsetzbar.
Sioux-Klasse: Der 2139 in Dienst gestellte Schwere Kreuzer der Sioux-Klasse ist der Stolz der terranischen Kreuzerbauprogramme. Mit 550 Meter und 800 Mann Besatzung liegt dieses Schiff bei allen Schiffsklassen gut im Mittelfeld. Dank seiner hervorragenden Bewaffung, seiner verbesserten Zielerfassung und seiner starken Panzerung kann es die Sioux-Klasse auch leicht mit Schiffen aufnehmen, die deutlich über seiner Gewichtsklasse liegen. So gingen Ende 2139 zwar zwei Schiffe dieses Typs während eines Gefechts in der Nähe der Helsinki-Kolonie verloren, doch vorher zerstörten sie insgesamt fünf feindliche Schiffe (darunter drei Kreuzer) und schossen zwei weitere manövrierunfähig.
Achilles-Klasse: Ein leichter Begleitträger, der oft zur Verteidigung einer Kolonie oder als Geleitschutz eines Konvois eingesetzt wird. Seine Hangars bieten Platz für vier komplette Jagdgeschwader zu je 12 Jägern.
Hades-Klasse: Ein inzwischen etwas veraltetes, aber immer noch hoch ge-achtetes Schlachtschiff. Es kann dank seiner Größe und Bewaffnung mit so gut wie jeder Bedrohung fertig werden.
Nemesis-Klasse: Der Stolz der terranischen Marine. Der erste Schlachtträger-Typ, der je gebaut wurde. 900 Meter lang, 6.500 Mann Besatzung, zuzüglich einem Marine-Regiment von 1.500 Mann. Ein Hybridschiff, das die Vorteile von Trägern und Schlachtschiffen vereint. Die Nemesis-Klasse ist zwar verhältnismäßig langsam, aber ihre Feuerkraft ist ehrfurchtgebietend. Kritiker sagen sogar, sie sei überbewaffnet. Zusätzlich zu ihrem umfangreichen Waffenarsenal verfügt die Nemesis-Klasse noch über 600 Jäger. Das Jägerkontingent besteht aus schnellen und wendigen Arrow-Abfangjägern, schwer bewaffneten Zerberus-Raum-überlegenheitsjägern und tödlichen Skull-Bombern.
Shark-Klasse: Das neueste Schlachtschiff-Modell im Arsenal des Terranischen Konglomerats. Die Shark-Klasse wurde entwickelt, um mit den immer größeren Stückzahlen der ruulanischen Flotte mithalten zu können. Obwohl mit ca. 750 Metern Länge fast dreißig Prozent kleiner als ältere Schlachtschiff-Typen ist die Shark-Klasse wesentlich schwerer bewaffnet. Durch das äußerst fortschrittliche, platzsparende Design und die weitgehende Automatisierung einiger Subsysteme konnten fast 400 Besatzungsmitglieder pro Schiff eingespart werden, wodurch diese Schiffsklasse mit 950 Besatzungsmitgliedern für ein Schlachtschiff beinahe schon unterbesetzt erscheint. Aufgrund ihrer exzellenten taktischen Systeme und ihrer enormen Widerstandfähigkeit werden Schiffe dieses Typs häufig als Kommandoschiffe eingesetzt. Davon abgesehen, sind Shark-Klasse-Schlachtschiffe ausschließlich in der vordersten Front zu finden. Es ist ihre vornehmliche Aufgabe, den Feind auf große Entfernung mit ihren Torpedos anzugreifen und seine Linien auszudünnen, bevor es zum Nahkampf kommt.
Die ruulanischen Stämme (oder einfach die Ruul):
Die Ruul sind ein Volk, dessen Ursprung bis heute fast völlig im Verborgenen liegt. Es handelt sich um Nomanden, die in komplizierten Stammes- und Familien-strukturen leben. Hin und wieder überfallen sie abgelegene Kolonien auf der Suche nach Rohstoffen oder Sklaven. Ihre Schiffe sind terranischen Einheiten unterlegen, weshalb es bisher kaum zu größeren Gefechten mit ihnen kam. Durch ihre kriegerische Natur kommt es nicht selten zu internten Machtkämpfen, die sogar zu regelrechten Stammesfehden ausufern können. Im Regelfall werden diese Fehden durch den ruulanischen Ältestenrat beendet, bevor diese eskalieren können. Geschieht dies jedoch nicht, kann es passieren, dass die unterlegene Partei im Verlauf des Kampfes gänzlich ausgelöscht wird.
Da (wie bereits erwähnt) recht wenig über die Ruul bekannt ist, wurden für die einzelnen Schiffsklassen Code-Namen des terranischen Militärs vergeben:
Typ-8-Kreuzer: Das "Arbeitstier" der ruulanischen Kriegsflotte und die Schiffsklasse, die von den Ruul am meisten eingesetzt wird. Verglichen mit terranischen Kreuzern kann man dieses Schiff nur als hoffnungslos unterbewaffnet bezeichnen, doch wird es von den Stämmen in Massen eingesetzt, sodass sich terranische Offiziere durchaus in Acht nehmen müssen. Die Ruul zu unterschätzen könnte tödlich enden.
Anmerkung: Die Kreuzer-Typen 1-7 erwiesen sich als nicht effizient genug und wurden von den Ruul schon bald wieder ausgemustert.
Modifizierter Typ-8-Kreuzer: Nach dem Technologidiebstahl von den Menschen, gelang es den Ruul Schildemitter und Torpedoabschussanlagen auf ihren Kreuzern zu installieren. Dieses Schiff ist das Endergebnis. Einem terranischen Kreuzer ist es in den meisten Fällen noch immer unterlegen, doch der Abstand ist nun weit geringer, als es die Admiralität auf der Erde gern gesehen hätte.
Predator-Klasse: Ein Schlachtschiff. Einem Hades-Schlachtschiff zwar unterlegen, aber man muss bedenken, dass ruulanische Schiffe niemals allein operieren. Im Verband mit mehreren anderen Schlachtschiffen und unterstützt von modifizierten Typ-8-Kreuzern stellen sie eine ernste Bedrohung dar.
Tartarus-Klasse: Der Inbegriff des Todes. Und der Höhepunkt ruulanischer Technologie. Oder man sollte besse sagen, der Inbegriff ruulanischer Technologie und gestohlener menschlicher Technologie. Der ruulanische Schlachtträger der Tartarus-Klasse kann es mit jedem menschlichen Schiff aufnehmen, inklusive der Nemesis-Klasse. Die Ruul besitzen zwar keine Bomber, aber an Bord dieses Schiffes sind Schwärme von Reapern (die Standard-Jäger der Ruul) stationiert, die jeden Gegner durch ihre zahlenmäßige Überlegenheit in die Knie zwingen können.
Die Til-Nara-Hegemonie:
Die Til-Nara sind ein insektoides Volk, das einen Raumbereich nahe des Konglomerats bewohnt. Militärisch stark und äußerst zahlreich leben sie lieber für sich und suchen nicht den Kontakt zu anderen Völkern. Diese Desinteresse an anderen Rassen mit Schwäche oder gar Pazifismus zu verwechseln, wäre ein großer Fehler. Es ist nicht ratsam, sich in ihre Angelegenheiten zu mischen oder sie zu reizen. Die Reaktion wäre sehr ... unerfreulich. Sie sind extrem anpassungsfähig und können dank ihrer Physiologie in nahezu jeder Umgebung überleben. Dadurch war es ihnen möglich, sich über einen relativ großen Bereich der Milchstraße auszubreiten. Selbst auf jenen Welten, die die meisten anderen Rassen als lebensfeindlich einstufen würden. Ihren Schiffen mangelt es an Manövrierfähigkeit, jedoch machen sie dies durch ihre Bewaffnung mehr als wett.
Die Til-Nara sind im Grunde ein recht einfach gestricktes Volk. Sie bauen nur sehr wenige Schiffsklassen, dafür aber sehr gute und vielseitig einsetzbare:
Beren`kal: Eine kleine nicht-hyperraumfähige Korvette (6 Mann Besatzung), die von den Til-Nara in Massen produziert und zur Systemverteidigung eingesetzt wird.
Aren`o: Ein Trägerschiff der Aren`o-Klasse ist im Prinzip ein riesiger Hangar, um den ein Raumschiff gebaut wurde. In seinem gewaltigen Bauch finden Tausende von Dragonfly-Jägern Platz. Das Schiff selbst ist unbewaffnet und auf den Schutz größerer Einheiten angewiesen. Hat es den nicht bzw. sind seine Jäger zerstört, ist es jeglichem Angriff schutzlos ausgeliefert.
Agri`nai: Schlachtkreuzer der Agri`nai-Klasse sind das Rückgrat der Til-Nara-Flotte. Man könnte sagen, sie entsprechen einem terranischen Schlachtschiff, auch wenn sie etwa nur halb so groß sind. Sie verfügen nicht über Schutzschilde und sind nur schwach gepanzert, dafür gehört zu ihrem gewaltigen Waffen-arsenal eine Lenkwaffe, die terranische und ruulanische Torpedos mit Leichtigkeit abwehren und im Gegenzug Schiffen erheblichen Schaden zufügen kann. Einem Agri`nai möchte man lieber nicht begegnen.
Die Asalti:
Die Asalti sind ein zutiefst pazifistisches Volk. Die Mitglieder dieser Spezies sind in der ganzen Galaxis hoch angesehen als ehrliche Kaufleute, begabte Künstler und versierte Handwerker. Das Asalti-System ist weder strategisch wertvoll, noch verfügt es über Ressourcen, die für andere Völker interessant wären. Dies mag ein Grund mehr sein, weshalb die Asalti nie von anderen Völkern bedroht oder ihr System erobert wurde. Die Asalti unterhielten zwar zum Terranischen Konglomerat diplomatische Beziehungen, zogen es jedoch vor, weitgehend unter sich zu bleiben. Dies gestattete es ihnen, ihre pazifistische Gesinnung auszuleben. Dies änderte sich praktisch über Nacht mit der ruulanischen Invasion von 2143.
In den Nachwehen der Invasion formierte sich der Asalti-Widerstand. Einige Asalti - vorwiegend jüngere Mitglieder dieser Spezies - gaben ihre pazifistische Gesinnung auf und stellten sich dem Kampf. Unterstützt werden sie dabei vom terranischen Militär, das sie mit Schiffen, Waffen und Ausrüstung versorgt. Der Asalti-Widerstand lebt und kämpft nur für den Augenblick, an dem die Ruul vertrieben werden, in der Hoffnung, eines Tages ihre Heimat zurückerobern zu können.